Logbuch

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Ankündigung: Vortrag 'Mit dem Golf III von Tragwein nach Afrika: Ein Reisebericht'


Die "Dakarnators" Michael u‍nd Dominik berichten in einem bildgewaltigen Vortrag 📽 von ihrer Abenteuerreise, die sie in einem Golf III namens "Brunhilde" 🏎 von Tragwein nach Marokko 🇲🇦, Mauretanien 🇲🇷, Senegal 🇸🇳 und Gambia 🇬🇲 geführt hat.

Hard facts
Datum Mittwoch, 30. Mai 2018, 19:30 Uhr MEZ
Ort Kulturtreff Bad in Tragwein
Koordinaten 48° 19' 44.7276'' N
14° 37' 14.0556'' E
Programm Fotos, Videos, Pause, Getränke, Imbiss, Noch mehr Fotos und Videos, Dankesworte

Highlights 🌟:

  • Spektakuläre Bilder, Videos 🌅
  • Spannende Geschichten aus dem "Rallye-Alltag" 🕌
  • Nützliche Lebenstipps für die typische Sahara-Durchquerung 🧖🏻‍♂️
  • Für das leibliche Wohl wird selbstverständlich gesorgt ☺️

Weitere Infos: https://www.facebook.com/events/192662704871140/

Tag 22: Besuch der DBO-Projekte


Die erste Nacht im Hotel haben wir gut verbracht, und auch das Moskito-Netz über dem Kingsize-Bett hat seinen Job gut gemacht.

Doch plötzlich raschelte es im Zimmer, Dominik wachte auf, und was sieht er? Einen Affen, der sich durch unsere geöffnete Balkontüre geschlichen und auf dem Tisch im Zimmer gemütlich unser Gepäck inspiziert! :-D Nach ein paar Sekunden des gegenseitigen Anstarrens (aus Angst?) suchte der Affe dann das Weite, und wir beschlossen, lieber doch bei geschlossener Bakontüre zu schlafen.

Frühmorgens war dann gleich der Treffpunkt im DBO-Headquater, von wo aus wir uns zu den Projekten der DBO auf den Weg machten: Zuerst zu einer Krankenstation, und später zu einer Schule. Die Betreiber erzählten uns einiges zur Situation der Menschen in Gambia allgemein und der Menschen im Besonderen, die die beiden Einrichtungen in Anspruch nehmen.

Am Nachmittag dann mussten wir noch das Auto für die Versteigerung waschen - was wir einem lokalen Waschanlagen-Entrepreneur überlassen haben, dessen ganze Verwandtschaft unter 14 Jahren uns während des einstündigen Waschvorgangs belagerte ;-)

Während Michael anschließend einen verspäteten Mittagsschlaf machte (die Sonne macht müde!), versuchte Dominik, noch das Fussballspiel zwischen einer Gambia-Auswahl und der Rallye-Auswahl zu erwischen, dass laut Uhr schon begonnen haben sollte. Doch als das Stadion schon in Sichtweite war wurde schnell klar: Das ist das falsche Stadion! :-D

Den Abend ließen wir mit einem vernünftigen Abendessen im Hotel-Restaurant und ein paar Getränken mit anderen Teams ausklingen.

Tag 21: Ruhetag


Nach einer tollen, aber trotzdem körperlich anstrengenden Reise durch halb Afrika haben wir uns heute einen (geplanten) Ruhetag verdient!

Nach dem Aufwachen in einem Gästezimmer im DBO-Headquater haben wir gemütlich mit ein paar anderen Teams gefrühstückt, und uns erste Geschichten der vergangenen Reise erzählt. Darauf folgte ein kurzes Breafing durch die Veranstalter, wo das Programm für die kommenden Tage und die finale Versteigerung der Autos besprochen wurden.

Am Nachmittag haben wir uns auf die Suche nach einem "echten" Hotel gemacht, wo wir die nächsten Nächte bis zum Heimflug verbringen können. Fündig geworden sind wir nicht weit vom DBO-Headquater im "Lemon Creek" Hotel, wo rund die Hälfte aller Teams Unterschlupf gefunden hat. Und was für ein Hotel: Blauer Pool, Palmen und ein echtes Restaurant, wo es eine echte Speisekarte gibt! :-D Mit etwas Glück haben wir ein Doppelbettzimmer bekommen, und machten es uns - nach einem letzten Campingnudelnkochen im DBO-Headquater - dort gleich bequem. Der "Umzug" in's Hotel war etwas mühsam, da sehr heiß und viele Sachen in's Zimmer zu verräumen waren. Nach einem ersten Wäschewaschen nach langer Zeit kam dann der verdiente Sprung in den Pool!

Um 19:00 Uhr gab es dann ein Buffet beim "Blue Kitchen", was in einem sehr "flüssigen" Abend mit Live-Musik (inkl. Amy! ;-)) sehr gutem Essen und generell einer sehr guten Stimmung geendet hat, an dem nahezu alle Teams teilnahmen.

Zu später Stunde bekam dann das Team "Bax Fussballclub" eine Nachricht von "Skippy", einem Cocktailverkäufer am Strand ihres Hotels, dass wohl in einem naheliegenden Hotel bzw. dem Strand davor eine Reggae Party stattfindet. Also nicht's wie hinein in den Synchro, den Ford Transit und in Brunhilde, und zur Party gefahren! Es war eine echte Reggae-Party am Strand, mit echten Reggae-Klängen, vielen Locals und echten Gambianischen Rauchschwaden ;-) Wir tanzten, genossen ein paar überteuerte Getränke, und machten uns nach dieser sehr stereotypischen Reggae-Party noch ein paar Getränke am Balkon des Hotelzimmers der "Ostseeheringe" auf, und ließen den warmen "Sommerabend" ausklingen.

Tag 20: Zieleinlauf Banjul!


Heutiges Tagesziel:

Erreichung der Ziellinie kurz vor Banjul! :-)

Da heute ein langer Tag geplant war, inklusive Spaß wie Grenzübertritt und Fähre gemeinsam mit rund 35 anderen Teams, sind wir pünktlich um 6 Uhr im Konvoi losgefahren. Bis zur Grenze zu Gambia ging es über schöne Straßen und auf Offroad-Pisten durch Busch-Dörfer, wo Brunhilde nochmal zeigen konnte, welch ein tolles Rallye-Auto in ihr steckt!

Nach rund 300km erreichten wir die Grenze zu Gambia, wo die Einreise verhältnismäßig sehr schnell ging! Gleich darauf kamen wir zur Fähre, die uns über den Gambia-Fluss bringen sollte.

Doch da gerade Ebbe war konnte nur die kleinere der beiden Fähren fahren, die gerademal 8 Autos fasste, und 45 Minuten bis zur Rückkehr von der anderen Flussseite brauchte. Entsprechend haben wir rund 5 Stunden gewartet, bis dann endlich alle Teams das Südufer des Gambia-Rivers erreicht haben. Die Gambianesen, mit ihrer freundlichen, entspannten und offenen Art und (zu unserem Vorteil) Englischen Sprache verkürzten uns die Wartezeit mit Plaudern und "tollen" Chicken-Sandwitches ;-) Team "Gringos Land" hat dann auch noch seine Drohne in den Makroven-Bäumen versenkt, und so hatten wir genug zu lachen und plaudern, dass sich die 5 Stunden nur wie 4 anfühlten.

Als dann alle Teams über den Fluss waren ging es im Konvoi weiter zum "Blue Kitchen", einem Restaurant der DBO, wo es traditionell Spagetti Bolognese zum Rallye-Zieleinlauf gab.

Die DBO ist die "Dresden-Banjul-Organisation", die NGO der Rallye Dresden-Dakar-Banjul in Gambia, die die verschiedenen Projekte, die vom Rallye-Geld finanziert werden, verwaltet. Heinz und sein Sohn Aron wohnen seit vielen Jahren in Gambia, betreiben dort eine Spedition und eine Autowerkstatt, betreiben die DBO vor Ort, und betreuuen nebenbei auch noch alle Projekte und Ansprechpartner der DBO. Das "Blue Kitchen" ist ein Restaurant, welches Nahe dem DBO-Headquater liegt, und von der DBO betrieben wird. Im kleinen Lokal gibt es gutes Essen, günstige Getränke, und oft auch Live-Musik. Die Einnahmen des Restaurants werden wieder zurück in die Projekte der DBO investiert.

Gegen 23:30 Uhr erreichten wir dann das "Blue Kitchen" - die Ziellinie der Rallye und die beiden Teller Spagetti, die wir uns jeder gönnten, waren echt lecker :-) Brunhilde hat auch die letzten Kilometer sehr brav durchgehalten, und wir waren sehr happy, die Ziellinie gesund, und im eigenen Auto zu erreichen :-)

Nach ausgelassenen Gesprächen unter den Teilnehmern, die alle froh über den Zieleinlauf und satt von den Spagetti waren, hatten wir noch eine letzte Hürde zu nehmen: Die Unterkunft für die Nacht.

Im Roadbook war empfohlen, sich eine Unterkunft in Gambia schon vor der Reise zu buchen, um dann entspannt in's Hotelbett fallen zu können, sobald man im Ziel ist. Haben die Dakarnators selbstverständlich ignoriert, und so kamen wir dankenswerterweise im DBO-Headquater unter, wo es 4 Gästezimmer und eine tolle Freiluft-Dusche gibt. So fielen wir sehr spät (2:00 Uhr oder so) totmüde und glücklich über die Zielerreichung in unser Mückennetzgeschütztes Bett in Banjul :-)

Tag 19: Einreise Senegal


Heute gab es nach einer pünktlichen Abfahrt und einer kurzen Strecke über einen Damm im Nationalpark einen Grenzübergang: Senegal.

Diesmal waren die Grenzbeamten etwas besser organisiert, und wir waren flott im nächsten Land auf unserer Reise :-) Senegal präsentierte sich etwas schöner als Mauretanien, mit weniger Müll an den Straßen und freundlichen Menschen, vielen Kindern, die auf der Straße laufen und winken und nach Spielzeug und Geschenken ("Stilo") rufen, und bunte Kleider überall. Das Etappenziel des sehr kurzen Fahr-Tages war eine Camping-Anlage in St.Louis, wo wir eine hektische Stadt-Durchfahrt im Konvoi zu absolvieren hatten. Hier gab es wieder sehr viele Menschen, bunte Fischerboote, eine entsprechende Geruchskulisse, und das Ziel war auf einer Insel, die über eine von Eiffel entworfene Eisenbrücke zu erreichen war.

Nach dem sehr leckeren gemeinsamen Abendessen besuchten uns dann die ersten Mücken, und der "No-Bite"-Spray wurde sogleich ausgepackt und angewandt. Aufgrund der frühen Abreise am nächsten Tag - an dem wir nach 600km und vielen Stunden auf der Straße, der Grenze zu Gambia, und einer Fähre das Ziel kurz vor Banjul erreichen sollten - war der Abend sehr kurz, und wir verkrochen uns schon gegen 21 Uhr in unserem 2-Sekunden-Zelt.

Was wir aber nicht bedacht haben: Am nächsten Tag war der Geburtstag des Propheten Mohamed, und so sangen uns sämtliche Muezzine der ganzen Stadt einen Stundenlang dauernden Gutenacht-Song, der uns noch eine ganze Weile wachhalten sollte ;-)

Tag 18: Nationalpark vor Senegal


Um 10 Uhr war heute Treffpunkt am Rande von Nouakchott, wo auf alle Teams gewartet wurde, da nicht jeder am Camping-Platz geschlafen hat, sondern sich manche ein Hotel gegönnt haben. Wir sind extra etwas früher hingefahren, da wir dem Verkehr in der Stadt ausweichen wollten, der - wie am Vortag erlebt - ein riesen Chaos ist. Während der Wartezeit bestaunten wir die vorbeifahrenden Fahrzeuge, wie man auch auf den Bildern sehen kann.

Nach ein wenig Rüttelpiste und großen Sand-Dühnen (die wir nur umfahren haben) kamen wir im großen Nationalpark an, und nach einer gefühlten Ewigkeit sahen wir endlich wieder Wasser, Tiere, und hörten Vogelgesang :-) Der Nationalpark wurde eingerichtet, um die dort normal vorkommende Vogel-Population mit über 380 Vögelarten zu erhalten, denn nach einem Damm-Bau vor einem Jahrzehnt war die Anzahl der Arten auf eine Handvoll geschrumpft.

Entlang des Nationalparks fuhren wir einige Kilometer auf einem Damm, wo wir Wildschweine, Flamingos, und viele Vögel sahen. Was uns auch sofort auffiel: Kein Müll am Straßenrand!

Wir packten unsere Drohne aus und machten einige Fotos und Videos, und holten den dadurch verlorenen Konvoi im Rallye-Tempo ein, und Brunhilde konnte endlich wiedermal zeigen, was sie drauf hat :-)

Angekommen im Camp gab es dann Nudeln mit Gulasch für alle, und spät abends sogar noch einen gegrillten Hammel, organisiert von den Park-Wächtern.

Tag 17: Ruhetag in Nouakchott


Heute war ein Ruhetag in Nouakchott eingeplant, den wir gleich am Morgen mit einer Stadt-Rundfahrt begonnen haben, auf der Suche nach Wasser, Benzin, Kaffee und WLAN. Gemeinsam mit den "Ostseeheringen" und Team "Rust & Roll I" machten wir uns auf, die Hauptstadt von Mauretanien zu erkunden, doch was uns dort erwartete, auf das waren wir leider nur minder vorbereitet! Gleich auf den ersten Metern duellierte sich der blaue T5 der Ostseeheringe mit einem alten Mercedes, und Legenden (und den Schrammen) nach hat der Mercedes gewonnen!

Die Stadt ist ein riesen Chaos aus Menschen, Verkehr und Müll! Es gibt undendlich viele Autos, die eigentlich technisch nicht mehr fahren dürften, aber trotzdem sich ihren Weg zwischen Eselskarren und Menschen durch die Stadt wühlen. Inmitten dem Chaos dann auch noch ein paar Polizisten, die wild herumpfeifen, und den T5 dann sogar noch für "Vorfahrt genommen" strafen wollten! Mit etwas fuchteln ging's dann auch ohne zu zahlen weiter.

Fünf Horror-Kreuzungen weiter dann der Supergau: Brunhilde ist an einer engen Stelle mitten auf einer stark befahrenen Kreuzung im Sand - mitten in der Stadt! - hängen geblieben! Und dann ging auch noch die Kupplung nicht mehr, um unseren Rallye-Flitzer aus dem Sand zu heben! Mit Hilfe einiger Mauretanesen schoben wir unseren Golf III zum nächsten Stück Asphalt, von wo es dann gottseidank wieder mit eigener Kraft weiter ging.

Mit letzter Mühe haben wir noch ein paar Orangen und Wasser gekauft, und einen Restaurantbesitzer in Hoffnung auf WLAN von seinem Mittagsschlaf geweckt, nur um dann zu entdecken, dass das WLAN nur wie ein altes Modem schnell war.

Endlich zurück am Camping-Platz entspannten wir dann vom vormittäglichen Stadt-Chaos am (ungewöhnlich) sauberen Strand. Beim gemeinsamen Mittagessen (Fisch mit Reis) kam dem Team "Bax FC" die Idee, ihre Iso-Matten zu Bodyboards umzubauen und auf Wellenjagt zu gehen! Mit größter Anstrengung bezwangen wir die 1-Meter-Brecher, und fühlten uns wie echte Hawaiianer :-)

Nach einem abendlichen Volleyball-Spiel und ein wenig Drohnen-Fahrschule am Abend spielten wir noch Spiele bis spät in die Nacht, die mit rund 25 Grad sehr warm war.

Tag 16: Vorerst letzter Wüstentag


Leider sind wir zu einer schlechten Nachricht aufgewacht: Durch die Mond-/Sternen-/Wetter-/Wasser-Lage können wir nicht am Strand entlang fahren, da das Wasser zu hoch steht. Wir waren aber auch etwas froh, da die Strandstraße - die ehemalige Nationalstrasse! - nicht sehr sicher ausgesehen hat.

Und so sind wir die folgenden 180 Kilometer im Konvoi Richtung Nouakchott gefahren, wo wir dann einen Camping-Platz direkt am Meer angesteuert haben. Zwar waren die sanitären Anlagen wiedermal etwas reparaturbedürftig, aber der Strand hat das wieder wett gemacht :-)

Das Meer hatte an diesem Tag extrem große Wellen, sogar das Schwimmen war schwierig! Nach einem gemütlichen Abendessen im Camp haben wir uns gemeinsam mit einigen anderen Teams an den Strand gesetzt und bis spät in die Nacht den Wellen der Mauretanischen Atlantik-Küste gelauscht.

Tag 15: Sand


Sand.

PS: Heute mussten wir etwas früher aufstehen als gewohnt, da der Strand nicht mehr weit war und wir die Ebbe für die geplante Strandfahrt erreichen wollten. Leider gab es am Weg dorthin einen weiteren Ausfall: Die Kupplung beim Opel vom Team "Nordhäuser Wüstenfüchse" gab mitten im Nirgendwo den Geist auf, und so musste das Kombi-Fahrzeug bis zum Strand abgeschleppt werden.

PPS: Angekommen am Strand leider eine schlechte Nachricht: Das Wasser war - wegen Mond, Sterne, Uhrzeit, Jahreszeit, Bauernkalender - leider etwas hoch, und so mussten wir zu Mittag unser Lager neben einem kleinen Fischerdörfchen aufschlagen, um dann vielleicht am Tag danach einen befahrbaren Strand vorzufinden.

PPPS: Die Zeit am Strand nutzten wir natürlich gebührlich: Schwimmen, Essen, nochmal Schwimmen, und im Sonnenuntergang ein Fussball-Match gegen die Mauretanische Schutz-Polizei, die uns während der Fahrt begleitete, machten den Tag am Strand zu einer wohlbekommenen Pause mit Unterhaltungsprogramm.

PPPPS: Als dann am Abend groß aufgekocht wurde - Eierspeiß mit Salami und frischen Oliven - war die Stimmung endgültig sehr relaxed, und so wurde der Tag zu einem sehr langen, und die Nacht zu einer sehr lauschigen :-)

Tag 14: Noch mehr Wüste


Nach einer erholsamen Nacht und gemütlichem Frühstück wurde erstmals das Sand-Snowboard ausgepackt, und der Pajero vom Team "Rust-And-Roll" hielt als quasi Schilift her. Lustige Runden auf dem Wintersportgerät vertrieben uns die Zeit bis zum Start um 9 Uhr, wo uns dann auch sehr bald das wieder-genesene Team "Austro-Schweiz" in Richtung Hauptstraße verlies, um dort ihr Glück Richtung Mauretanischer Hauptstadt zu versuchen. Aber unserer Reise geht selbstverständlich weiter!

Der heutige Etappen-Abschnitt war geprägt von einem: Sand. Sand überall: Auf den Dühnen, auf der "Straße", in der Luft, in Brunhilde und bei Michael (angeblich) auch in der Unterhose. Leider sind an diesem Tag die ansonsten so tapferen, kompetenten, flotten und wüstenwieseligen Dakarnators erstmals steckengeblieben. Mit Hilfe einiger anderen Teams, die Brunhilde sanft aus ihrem Sand-Bett befreit haben, ging die lustige Fahrt auch gleich weiter. Prompt wurden wir bei der nächsten Pause mit einem Strich auf der offiziellen Steckengeblieben-Liste bestraft (belohnt?)!

Ein Trick, den wir zwar kannten, aber so konsequent uns nicht umsetzen trauten, war die Luft aus den Reifen abzulassen. Mit gefühlten 0.5 Bar pro Reifen ging es um ein vielfaches besser voran, als zuvor. Ansonsten hatten wir an diesem Tag gottseidank keine weiteren Team-Ausfälle mehr, und es ging sehr früh zu einer langen Mittagspause mitten im Nichts. Viele Teams nutzen den Schatten ihres Vehikels für einen kleinen Mittagsschlaf, da das Wüstenfahren nicht nur die Autos müde machte.

Die Nachmittagsetappe war dann geprägt von spekakulären Abschnitten, die nur ein Auto breit waren, und zu echten Rallye-artigen Fahrmanövern anstifteten. Als wir einen Abschnitt absolvierten, wo es über große Wellen bergauf ging und einige Autos sogar Luftsprünge machten, saßen plötzlich die Fahrer des Teams "Gringo-Land" und hielten Zettel in die Luft, wo unsere Performance mit Noten bewertet wurde! Wir konnten fast nicht mehr weiterfahren vor lachen, und Beobachtern zufolge wurde Brunhilde mit überdurchschnittlich guten Haltungsnoten bewertet.

Im Nachtlager gab es dann etwas besonderes: Gemeinsam mit einigen anderen Teams machten wir eine große "Tafel" mit unseren Camping-Tischen, und es gab "Camping-Buffet": Jeder kochte seine Spezialität, und jeder durfte dann überall probieren. Backerbsensuppe, Grünkohl mit Pinkel, EPA-Gulasch mit Gemüse, Spagetti mit frischen Tomaten, Spagetti Bolognese, und jede Menge Haribo zum Dessert erfreuten die Mägen der müden Rallye-Fahrer. Als dann auch noch die Pistenwiesel und die Gringos zur heiteren Runde stießen befanden sich fast die Hälfte der Teilnehmer in einem großen Kreis um unsere Tafel aus Camping-Tischen, und alle verbrachten einen lauschigen Abend unter schönstem Mauretanischem Himmel.