Tag 20: Zieleinlauf Banjul!


Heutiges Tagesziel:

Erreichung der Ziellinie kurz vor Banjul! :-)

Da heute ein langer Tag geplant war, inklusive Spaß wie Grenzübertritt und Fähre gemeinsam mit rund 35 anderen Teams, sind wir pünktlich um 6 Uhr im Konvoi losgefahren. Bis zur Grenze zu Gambia ging es über schöne Straßen und auf Offroad-Pisten durch Busch-Dörfer, wo Brunhilde nochmal zeigen konnte, welch ein tolles Rallye-Auto in ihr steckt!

Nach rund 300km erreichten wir die Grenze zu Gambia, wo die Einreise verhältnismäßig sehr schnell ging! Gleich darauf kamen wir zur Fähre, die uns über den Gambia-Fluss bringen sollte.

Doch da gerade Ebbe war konnte nur die kleinere der beiden Fähren fahren, die gerademal 8 Autos fasste, und 45 Minuten bis zur Rückkehr von der anderen Flussseite brauchte. Entsprechend haben wir rund 5 Stunden gewartet, bis dann endlich alle Teams das Südufer des Gambia-Rivers erreicht haben. Die Gambianesen, mit ihrer freundlichen, entspannten und offenen Art und (zu unserem Vorteil) Englischen Sprache verkürzten uns die Wartezeit mit Plaudern und "tollen" Chicken-Sandwitches ;-) Team "Gringos Land" hat dann auch noch seine Drohne in den Makroven-Bäumen versenkt, und so hatten wir genug zu lachen und plaudern, dass sich die 5 Stunden nur wie 4 anfühlten.

Als dann alle Teams über den Fluss waren ging es im Konvoi weiter zum "Blue Kitchen", einem Restaurant der DBO, wo es traditionell Spagetti Bolognese zum Rallye-Zieleinlauf gab.

Die DBO ist die "Dresden-Banjul-Organisation", die NGO der Rallye Dresden-Dakar-Banjul in Gambia, die die verschiedenen Projekte, die vom Rallye-Geld finanziert werden, verwaltet. Heinz und sein Sohn Aron wohnen seit vielen Jahren in Gambia, betreiben dort eine Spedition und eine Autowerkstatt, betreiben die DBO vor Ort, und betreuuen nebenbei auch noch alle Projekte und Ansprechpartner der DBO. Das "Blue Kitchen" ist ein Restaurant, welches Nahe dem DBO-Headquater liegt, und von der DBO betrieben wird. Im kleinen Lokal gibt es gutes Essen, günstige Getränke, und oft auch Live-Musik. Die Einnahmen des Restaurants werden wieder zurück in die Projekte der DBO investiert.

Gegen 23:30 Uhr erreichten wir dann das "Blue Kitchen" - die Ziellinie der Rallye und die beiden Teller Spagetti, die wir uns jeder gönnten, waren echt lecker :-) Brunhilde hat auch die letzten Kilometer sehr brav durchgehalten, und wir waren sehr happy, die Ziellinie gesund, und im eigenen Auto zu erreichen :-)

Nach ausgelassenen Gesprächen unter den Teilnehmern, die alle froh über den Zieleinlauf und satt von den Spagetti waren, hatten wir noch eine letzte Hürde zu nehmen: Die Unterkunft für die Nacht.

Im Roadbook war empfohlen, sich eine Unterkunft in Gambia schon vor der Reise zu buchen, um dann entspannt in's Hotelbett fallen zu können, sobald man im Ziel ist. Haben die Dakarnators selbstverständlich ignoriert, und so kamen wir dankenswerterweise im DBO-Headquater unter, wo es 4 Gästezimmer und eine tolle Freiluft-Dusche gibt. So fielen wir sehr spät (2:00 Uhr oder so) totmüde und glücklich über die Zielerreichung in unser Mückennetzgeschütztes Bett in Banjul :-)